SDGs und die Zukunft der Tierhaltung

Wann:
18. Januar 2018 um 15:30 – 17:30
2018-01-18T15:30:00+01:00
2018-01-18T17:30:00+01:00
Wo:
CityCube Berlin
Messedamm 26, 14055 Berlin
Deutschland

http://www.gffa-berlin.de/fachpodium-1-2018/

Podium 1: SDGs und die Zukunft der Tierhaltung. Was sind die Erwartungen der internationalen und nationalen Zivilgesellschaft? http://www.gffa-berlin.de/fachpodium-1-2018/
Veranstaltet von: Brot für die Welt, Misereor, Heinrich Böll Stiftung und Forum Umwelt & Entwicklung
Ø Donnerstag, 18. Januar 2018, 15:30 – 17:30 Uhr
Ø CityCube Berlin, Ebene 3

Podium 2: Antimikrobielle Resistenz in Europa und darüber hinaus: http://www.gffa-berlin.de/fachpodium-9-2018/
Veranstaltet von: Brot für die Welt, Germanwatch, FAO und Forum Umwelt & Entwicklung
Ø Freitag, 19. Januar 2018, 10:00 – 12:00 Uhr
Ø CityCube Berlin, Ebene 3

Anmelden könnt ihr euch hier: http://www.gffa-berlin.de/anmeldung-fuer-teilnehmer/
Anmeldeschluss ist am Freitag, den 12.01.2018.

Diesjähriges Thema der GFFA ist:
“Die Zukunft der tierischen Erzeugung gestalten – nachhaltig, verantwortungsbewusst, leistungsfähig”
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Podium 1: SDGs und die Zukunft der Tierhaltung. Was sind die Erwartungen der internationalen und nationalen Zivilgesellschaft?

Das High Level Panel of Experts (HLPE) des Committee on World Food Security (CFS) der FAO hat 2016 einen eigenen Bericht unter dem Titel Sustainable Agrigultural Development for Food Security and Nutrition What Roles for Livestock zur internationalen Tierhaltung veröffentlicht. Im Anschluss haben die Mitgliedstaaten des CFS auf dem Bericht basierende Politikempfehlungen verabschiedet. Das CFS zeichnet sich durch seine starke Fokussierung auf den menschenrechtlichen Ansatz, insbesondere das Recht auf Nahrung und ein einzigartige Beteiligung der Zivilgesellschaft aus. Seine Beschlüsse müssen als wegweisend für die Umsetzung von SDG 2 und anderen verbundenen SDGs angesehen werden.
Tierische Erzeugung ist zudem hauptverantwortlich für die hohen Treibhausgasemissionen des landwirtschaftlichen Sektors (SDG 13). Wenn die Nachfrage nach Fleisch so stark steigen wird wie prognostiziert, werden die weltweit führenden Agrarunternehmen versuchen, die Fleischproduktion von aktuell 300 Millionen Tonnen auf 480 Millionen Tonnen im Jahr 2050 zu erhöhen. Die Fleischproduktion würde dann mehr als die Hälfte der weltweiten Treibhausgasemissionen in einem 1,5 Grad-Szenario verursachen, mit negativen Auswirkungen auf Biodiversität, Nahrungsmittelsicherheit und Armut. Jede weitere Entwicklung in der Tierproduktion wird diese massiven Auswirkungen auf das Klima adressieren müssen. Was sind aus zivilgesellschaftlicher Perspektive Vorschläge, um den Klima-Fußabdruck in der tierischen Erzeugung zu verringern? Wie spiegeln sich diese Erkenntnisse in den Entscheidungen, die das CFS der FAO getroffen hat wieder?
Welches sind für die Zivilgesellschaft die wichtigsten Erkenntnisse aus dem Tierhaltungsbericht des CFS? Von welchen der im CFS mit Blick auf Tierhaltung getroffenen Entscheidungen erwartet die Zivilgesellschaft am meisten? Gibt es schon Prozesse zur Umsetzung? Wenn nicht, wo müssten diese initiiert werden? Wie lauten insbesondere die Forderungen von nomadischen Tierhaltern?
Intensive und industrielle Tierhaltung weltweit sind zu großen Teilen auf global gehandelte Futtermittel, insbesondere Soja, angewiesen. Was sind die Folgen für die Menschen und die Natur in der “Soja Republik” Paraguay? Welche Forderungen hat die Zivilgesellschaft an eine nachhaltige und verantwortungsbewusste Tierhaltung?
Wie stellen sich Bäuerinnen und Bauern in Deutschland den Umbau der Tierhaltung hin zu mehr Nachhaltigkeit und Verantwortungsbewusst sein vor? Was sind ihre Forderungen an die deutsche und die europäische Agrarpolitik?
Im Anschluss an kurze thematische Inputs durch die Referentinnen soll auf dem Podium und mit dem Publikum diskutiert werden, wie können diese unterschiedlichen Prozesse am besten Zusammenwirkungen und was sind die gemeinsamen Forderungen an die Politik.

VERANSTALTER
Forum Umwelt & Entwicklung
Brot für die Welt – Evangelischer Entwicklungsdienst
Misereor
Heinrich Böll Stiftung

MODERATION
Stig Tanzmann: Brot für die Welt – Evangelischer Entwicklungsdienst

PODIUMSBESETZUNG
Stefano Prato: Managing director of Society for International Development (SID),
Marita Teresa Alvares: World Alliance of Mobile Indigenous People,
Shefali Sharma: IATP
Fatima Aparecida Garcia de Moura: BASE Investigaciones Sociales, Brasilien
Anja Hradetzky: Betrieb Stolze Kuh

Podium 2: SDGs und die Zukunft der Tierhaltung. Was sind die Erwartungen der internationalen und nationalen Zivilgesellschaft?

Antimikrobielle Resistenz, oder kurz AMR, ist wohl das wichtigste globale gesundheitliche Thema, nicht nur in Bezug auf menschliche Sicherheit, sondern auch hinsichtlich Ernährungssicherheit, Landwirtschaft, Tierhaltung, Aquakultur und Umwelt. AMR wirkt sich bereits negativ auf Nahrungssicherheit, Konsumentenvertrauen und Nachhaltigkeit im landwirtschaftlichen Sektor aus. Einigen Schätzungen zufolge wird es im Jahr 2050 jedes Jahr 10 Millionen Menschen das Leben kosten und 2 bis 3,5 Prozent – oder 100 Billionen US Dollar – Rückgang des globalen Bruttoinlandsprodukts (BIP). Die große Mehrheit der geschätzten Verluste wird hauptsächlich in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen entstehen.
Der Effekt von AMR wird durch Bevölkerungswachstum und den steigenden Bedarf an Erzeugnissen tierischen Ursprungs verstärkt. Resistente Mikroorganismen können überall im Bereich landwirtschaftlicher Primärerzeugnisse entlang der Nahrungsmittelkette auftreten (Tierhaltung, Aquakultur und Getreideernte) und sich zwischen Tieren und Menschen durch direkte Exposition, Verzehr oder potentiell auch durch eine kontaminierte Umwelt übertragen. Aufgrund der sektorübergreifenden Natur von AMR werden koordinierte Ansätze und Antworten benötigt, wie die “One Health” Initiative die sie von vielen internationalen Akteuren, wie der FAO, WHO, OIE, der Europäischen Kommission und anderen promotet wird.
Das Panel wird Tiergesundheits- und TierhaltungsexpertInnen quer über den Globus zusammenbringen, um die brennendsten Fragen in Bezug auf AMR zu diskutieren. Dazu gehören beispielsweise:

  • Wie kann antimikrobielle Resistenz und dessen Nutzung im Nahrungsmittel- und landwirtschaftlichen Bereich von EntscheidungsträgerInnen besser kontrolliert und analysiert werden?
  • Was muss getan werden, um Governance (Regierungsführung) in Bezug auf antimikrobielle Resistenz und antimikrobielle Nutzung zu stärken?
  • Welche bewährten Verfahrensweisen existieren bereits für die umsichtige Nutzung von antimikrobiellen Stoffen in Europa und Zentralasien, beispielsweise im intensiven und industriellen System tierischer Erzeugung?
  • Besteht Bedarf, über die Stärkung von Governance-Strukturen und dem Austausch über gute Praktiken hinaus Haltungsbedingungen, Produktionsmuster und Züchtungsstrategien zu diskutieren?

VERANSTALTER
FAO
Brot für die Welt – Evangelischer Entwicklungsdienst
Forum Umwelt & Entwicklung
Germanwa

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