“Doughnut Economics”

Wann:
12. September 2013 um 19:00 – 21:00
2013-09-12T19:00:00+02:00
2013-09-12T21:00:00+02:00
Wo:
Schumannstraße 8
10117 Berlin

http://www.boell.de/calendar/VA-viewevt-en.aspx?evtid=12947

“Doughnut Economics” – Green Lecture mit Kate Raworth
Internationale Vortragsreihe zu Zukunftsfähigkeit, nachhaltiger
Entwicklung und Ressourcengerechtigkeit

Datum: Donnerstag, 12. September 2013, 19.00 bis 21.00 Uhr
Ort: Heinrich-Böll-Stiftung, Schumannstraße 8, 10117 Berlin

Mit:
Kate Raworth, Environmental Change Institute, Oxford University, UK
Reinhard Bütikofer, MdEP, stellv. Vorsitzender der GRÜNEN/EFA-Fraktion im Europaparlament, Brüssel
Divya Gupta, Ph.D. candidate, School of Environment and Natural Resources,
Ohio State University, USA
Kulthoum Omari, Sustainable Development Programme Manager,
Heinrich-Böll-Stiftung, Regionalbüro Südafrika

Moderation: Barbara Unmüßig, Vorstand der Heinrich-Böll-Stiftung

Das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts als Wohlstandsindikator entspricht
nicht den komplexen gesellschaftlichen und ökologischen Herausforderungen
des 21sten Jahrhunderts. In den letzten 60 Jahren wurden durch unsere Art zu
produzieren und zu konsumieren die ökologischen Grenzen unseres Planeten,
innerhalb derer wir leben und wirtschaften können, ohne der Umwelt irreparable
Schäden zuzufügen, massiv überschritten: Das Klima ändert sich, Ressourcen
gehen zur Neige, der Verlust von Biodiversität ist kaum noch zu stoppen und
Meere sind überdüngt. Gleichzeitig haben sich weltweit soziale Ungerechtigkeiten
verschärft. Das Recht auf Nahrung und Entwicklung und der Schutz vor Armut
sind für viele Millionen Menschen auf dieser Erde nicht gewährleistet. Soziale
Gerechtigkeit und ökologische Grenzen sind untrennbar miteinander verbunden.

Die Ökonomin Kate Raworth vom Environmental Change Institute der Oxford
University betritt mit ihrer Sicht der Wirtschaft Neuland: Sie entwickelt ein Konzept, das die ökologischen Grenzen unseres Planeten und die Menschenrechte zusammenzudenkt. So verabschiedet sie sich von Jahrzehnten klassischer ökonomischer Lehre und betrachtet die Welt durch einen „Doughnut“.
Der äußere Rand des Doughnuts wird bestimmt durch die ökologischen Grenzen
unseres Planeten, der innere Rand wird definiert durch soziale
Gerechtigkeitsstandards, die eingehalten werden müssen, damit Menschenrechte
gewährleistet werden. In einem Wirtschaftssystem, das diese Grenzen respektiert,
darf nicht nur der Kreislauf von Geld und Waren betrachtet werden, sondern
auch die Umwelt, unbezahlte Sorgearbeit und soziale Ungerechtigkeiten müssen
als integrale Bestandteile wahrgenommen werden.

Mit Kate Raworth wollen wir diskutieren, wie soziale Gerechtigkeit und ökologische Sicherheit zusammen gedacht werden können. Wie muss ein Wirtschaftssystem aussehen, das beide Bedingungen erfüllt? Was bedeuten die Grenzen des „Doughnut“ für eine faire und nachhaltige Ressourcen- und Klimapolitik?

Sprache: Englisch/Deutsch mit Simultanübersetzung

Livestream
Auf www.boell.de/stream können Sie über die Chatfunktion mitdiskutieren.

Anmeldung
Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung nicht erforderlich.

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