Das Landwirtschaftsmodell der Grünen Ökonomie

Wann:
13. Mai 2016 um 9:00 – 12:30
2016-05-13T09:00:00+02:00
2016-05-13T12:30:00+02:00
Wo:
Schumannstraße 8
10117 Berlin
Deutschland

http://calendar.boell.de/de/event/landwirtschaftsmodell-der-gruenen-oekonomie
Heinrich-Böll-Stiftung – Bundesstiftung Berlin

Das Landwirtschaftsmodell der Grünen Ökonomie
Wie smart ist smart agriculture wirklich?

Die Bekämpfung von Hunger und die Eingrenzung des Klimawandels sind erklärte Ziele der Internationalen Zusammenarbeit (IZ). Als Lösungsstrategie für diese globalen Herausforderungen findet die Grüne Ökonomie vermehrt Zuspruch in der IZ. Sie fordert grünes, nachhaltiges Wachstum, das vor allem auf der Nutzung erneuerbarer Ressourcen und Energien beruhen soll. Im Bereich der Landwirtschaft wird vor allem das Modell der Climate-Smart Agriculture (CSA) als globale Strategie propagiert. CSA hat sich zum Ziel gesetzt, Produktivität zu steigern, Treibhausgasemissionen zu reduzieren und Resilienz der Landwirtschaft gegenüber dem Klimawandel zu stärken.

Doch CSA ist überaus umstritten. Vor allem zivilgesellschaftliche Akteure kritisieren, dass das Konzept politisch motiviert sei und insbesondere auf die Interessen der Agrarindustrie abziele. So stehen hinter der Global Alliance for Climate-Smart Agriculture (GACSA) vermehrt privatwirtschaftliche Akteure, von denen ein Großteil aus der Düngemittel- und Saatgutindustrie stammt. Dem Begriff der CSA fehle zudem eine gezielte Eingrenzung derjenigen Kriterien, die landwirtschaftliche Methoden als klimaintelligent legitimieren. Dadurch können auch Praktiken wie der großflächige Einsatz chemisch-synthetischer Pestizide oder die industrielle Fleischproduktion als klimaintelligent gelten. Die Lebensbedingungen und die Landnutzung von Kleinbäuerinnen und -bauern würden dabei häufig vernachlässigt, oft auch ihre Rechte verletzt.

Vor diesem Hintergrund bietet die Veranstaltung die Möglichkeit, das Modell der CSA kritisch zu diskutieren. Dabei geht es insbesondere auch darum, Weiterentwicklungen des CSA-Ansatzes zu beleuchten und Alternativen zu CSA aufzuweisen. Auch die Rolle Deutschlands wird hinsichtlich klimaintelligenter Landwirtschaft thematisiert.

Mit:

Thomas Fatheuer, Forschungs- und Dokumentationszentrum Chile-Lateinamerika/FDCL e.V., Berlin
Dr. Stephan Krall, Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit/GIZ GmbH, Berlin
Ursula Gröhn-Wittern, Agrar Koordination & Forum für Internationale Agrarpolitik/FIA e.V., Hamburg

Dieser Beitrag wurde vom Kalender-Feed einer anderen Website repliziert.

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