Auf der Spur der Menschenrechte durch Kreuzberg – Ein Stadtspaziergang

Wann:
6. April 2014 um 14:00 – 17:00
2014-04-06T14:00:00+02:00
2014-04-06T17:00:00+02:00
Wo:
Auf der Spur der Menschenrechte durch Kreuzberg – Ein Stadtspaziergang

http://calendar.boell.de/de/event/auf-der-spur-der-menschenrechte-durch-kreuzberg-ein-stadtspaziergang-ausgebucht-0
Veranstalter: Heinrich-Böll-Stiftung Berlin – Bildungswerk

Auf einem Spaziergang durch den Orteil Kreuzberg (SO 36) werden menschenrechtliche Themen anschaulich dargestellt und diskutiert. Unterschiedliche Orte illustrieren dabei einzelne Menschenrechte.

Zum Beispiel das May-Ayim-Ufer, das bis zum Februar 2010 Gröbenufer hieß:
115 Jahre trug die Straße den Namen von Otto Friedrich von der Groeben, der mit der Beteiligung Brandenburg-Preußens am transatlantischen Sklavenhandel in Verbindung stand. May Ayim war eine afrodeutsche Schriftstellerin und Aktivistin und engagierte sich in der Schwarzen Frauenbewegung. Von den Menschenrechten her geht es hier um den Schutz vor Diskriminierung – ob es sich um rassistische Diskriminierung oder um die Diskriminierung von Frauen handelt. Zweitens erinnert dieser Ort an den Sklavenhandel als Verbrechen gegen die Menschlichkeit sowie an das UNO-Übereinkommen über die Abschaffung der Sklaverei. Und drittens wird hier deutlich, dass Engagement Erfolge erzielen kann: die Umbenennung kam durch die Initiative eines breiten Bündnisses zustande, das eine „postkoloniale Perspektivumkehr“ (Joshua Kwesi Aikins) erreichen wollte.
Zum Beispiel das Berliner Refugee Protest Camp am Oranienplatz:
die Refugees fordern konsequent die Einhaltung der Menschenrechte von Geflüchteten – unter dem Motto: “Wir sind hier, weil ihr unsere Länder zerstört!”
Zum Beispiel Kotti und Co, die Mietergemeinschaft am Kottbusser Tor:
dort steht das Gecekondu, ein Holzhaus als Ort des Protestes und der Begegnung (Gecekondu heisst in der türkischen Sprache „Über Nacht gebaut“).
Kotti und Co kämpft für bezahlbare Mieten und gegen Verdrängung. Das Menschenrecht auf „angemessenes Wohnen“ wird im UN-Sozialpakt von 1966 garantiert. Dazu zählt auch die „Bezahlbarkeit der Unterkunft“.

Dieser Beitrag wurde vom Kalender-Feed einer anderen Website repliziert.

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