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Net Zero in der Praxis: Nachhaltigere Mobilität für Betriebe

Quelle: Pixabay

Immer mehr Unternehmen versuchen, ihre Treibhausgas-Emissionen zu reduzieren. Klima- oder CO2-Neutralität ist zunehmend das erklärte Ziel.

Frankfurt a.M. (UVG-Sponsor: SLR) – Dabei rücken so genannte indirekte Emissionen immer mehr ins Zentrum der Aufmerksamkeit – nicht zuletzt auch der CO2-Ausstoß, der von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern auf dem Weg zur Arbeit verursacht wird.

Deshalb gewinnen so genannte ‚Corporate Sustainable Mobility Plans‘ sowie ein entsprechendes Management an Bedeutung. In Deutschland wird dabei oft etwas sperrig vom ‚betrieblichen Mobilitätsmanagement‘ gesprochen. Ziel ist es, die derzeitige Dominanz des Autos im Berufsverkehr zu reduzieren oder es zumindest effizienter zu nutzen, und dadurch CO2 einzusparen.

Umfassende Ansätze bringen weiter

Worauf kommt es dabei an? „Wichtig ist es, alle Potentiale zu nutzen, indem die Unternehmen einen umfassenden Ansatz wählen“, sagt Stefan Gabi, Projektleiter Mobilitätsplanung bei SLR Consulting in Deutschland. Mit rund 100 Standorten weltweit unterstützt SLR seine Kunden dabei, ihre Nachhaltigkeitsziele zu erreichen. Gabi arbeitet etwa in der CIVITAS Initiative der EU mit, die dazu beiträgt, die Mobilität innerhalb der Städte Europas nachhaltiger und smarter zu machen.

Mobilitätsplaner arbeiten dabei auf drei Ebenen: Verkehr soll möglichst weitgehend vermieden werden, beispielsweise durch vermehrtes Arbeiten von zuhause. Verbleibende Arbeitswege sollen auf öffentliche Verkehrsmittel oder das Fahrrad verlagert werden. Wer danach noch mit dem Auto zur Arbeit kommt, soll es möglichst umweltschonend und effizient nutzen. Zum Beispiel, indem die Mitarbeitenden auf E-Autos umsteigen oder Fahrgemeinschaften bilden.

„Es gibt dabei keine ‚One size fits all‘-Lösung“, sagt Stefan Gabi. „Welches Unternehmen in seinen Bemühungen wie weit kommt, und welche Strategie passt, hängt von vielen Faktoren ab. Dazu zählen zum Beispiel Standort des Unternehmens, Milieu oder die Werte der eigenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Da bedarf es zunächst einer sorgfältigen Analyse.“

Kooperationen verbessern die Wirkung

Mögliche Maßnahmen gibt es viele. Dazu zählen etwa Ladeinfrastruktur oder Duschen für Radfahrerinnen und Radfahrer. Mobilitätsbudgets für die Belegschaft sind eine weitere Option, die flexibel für Bus und Bahn, E-Scooter, Leihräder oder On Demand-Shuttles genutzt werden können. Denkbar ist auch die Förderung von Co-Working in der Nähe des Wohnorts. Diese sogenannten ‚Third Places‘ sind ein Angebot für die Mitarbeitenden, die weder zuhause arbeiten noch weit pendeln wollen. Fast immer geht es begleitend um Image-Arbeit, denn auch in dieser Hinsicht gibt es noch viel zu tun.

Solche Konzepte haben nachweislich eine langfristige positive Wirkung. Sie lässt sich verstärken, wenn einzelne Unternehmen mit anderen zusammenarbeiten. Immer häufiger koordinieren Städte und Regionen deshalb entsprechende Ansätze in Zusammenarbeit mit ansässigen Firmen. ‚Smart Ways to Antwerp‘ ist hier ein herausragendes Beispiel. Aber auch Krankenkassen kooperieren gerne, um beispielsweise das für die Gesundheit förderliche Radfahren zu unterstützen.

Anfragen an Stefan Gabi und SLR Consulting über frankfurt@slrconsulting.com


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