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Feigheit vor dem „Freund“

Doha (Foto: Lucca Belliboni auf Unsplash)

Der DFB riskierte wenig und gab nichts. Ein Kommentar von Achim Halfmann

Berlin (CSR NEWS) – Weil die Fifa Sanktionen ankündigte, verzichtete der Kapitän der deutschen Fußball-Nationalmannschaft, Manuel Neuer, auf das Tragen der „One Love“-Armbinde. Diese Entscheidung ist alles andere als ein Ruhmesblatt für den Deutschen Fußball-Bund (DFB), auch wenn sich dessen Präsident Bernd Neuendorf so rechtfertigt: „Wir erleben einen beispiellosen Vorgang in der WM-Geschichte. Die von der Fifa herbeigeführte Konfrontation werden wir nicht auf dem Rücken von Manuel Neuer austragen.“ Andere europäische Nationalmannschaften verzichteten ebenso auf das – zunächst angekündigte – Tragen der Binde.

ZEIT Online verweist in diesem Zusammenhang mit Recht auf das Schweigen der iranischen Nationalmannschaft beim Abspielen ihrer Nationalhymne, weswegen das iranische Nationalfernsehen die Spielübertragung unterbrach. Das Portal kommentiert: „In jedem Fall steht die Szene im größtmöglichen Kontrast zur Hasenfüßigkeit der europäischen Verbände, die es aus Furcht vor der Fifa nicht wagten, ihre Kapitäne mit einem ‚One Love‘-Bindchen aufs Feld zu schicken. Die einen riskieren Gefängnis, die anderen nicht mal eine Gelbe Karte.“

Dem ist nichts hinzuzufügen.


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