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BDI: Ergebnis der Klimakonferenz “kein gutes Zeichen”

Foto: Marcin Jozwiak auf Unsplash

Wirtschaft muss sich am internationalen Klimaprozess aktiv beteiligen

Berlin (AFP) – Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) sieht in den Ergebnissen der Weltklimakonferenz “kein gutes Zeichen”. Der Verband kritisierte am Sonntag in Berlin, dass verglichen mit der Vorgängerkonferenz “keine nennenswerte Fortschritte erzielt” worden seien. Es sei “dringend erforderlich, dass viele Staaten ihre nationalen Minderungsbeiträge bis zur Klimakonferenz im kommenden Jahr nachschärfen”, erklärte der BDI am Sonntag. Nur so ließen sich die Klimaziele überhaupt noch erreichen.

Der Verband nannte es “besorgniserregend, dass wieder einmal die Rolle der Unternehmen auf den Klimakonferenzen in Frage gestellt wurde”. Der BDI betonte in seiner Erklärung: “Unternehmen sind wichtiger Teil der Lösung.” Es sei zentral, “dass sich die Wirtschaft am internationalen Klimaprozess mit Blick auf Minderung, Anpassung und Klimafinanzierung aktiv beteiligen darf”.

Der Kompromiss zwischen Industrie- und Entwicklungsländern für einen Fonds zum Ausgleich klimawandelbedingter Verluste und Schäden sei ein Erfolg, erklärte der BDI. Mit Blick auf die Wiederherstellung des Vertrauens zwischen Industrie- und Entwicklungsländern sei es “dramatisch”, dass die Verhandlungen zur Klimafinanzierung und zur Klimaanpassung erneut hinter den Erwartungen der Entwicklungsländer zurückgeblieben seien. Hier müsse die Staatengemeinschaft bis zur Konferenz in einem Jahr nachbessern.


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