Klimaschutz Medien Nachrichten

Neubauer: Medien versagen bei Klimakrise

Klimaproteste (Foto: Markus Spiske auf Unsplash)

Klimaaktivistin wirft Journalisten “Entgleisungen” vor

Berlin (AFP) – Klimaaktivistin Luisa Neubauer hat den Umgang der Medien mit der Klimakrise scharf kritisiert. “Die Klimarealität wird nach wie vor medial zur Disposition gestellt, und das führt zu völligen Entgleisungen wie zuletzt bei Markus Lanz”, sagte Neubauer im Podcast “Geyer & Niesmann” des Redaktionsnetzwerks Deutschland (Samstag). Der ZDF-Moderator hatte in einer Diskussion mit Klimaaktivistin Carla Rochel vergangene Woche mit der Aussage irritiert, dass sich Menschen an den Klimawandel “anpassen” könnten.

Journalisten würden in Interviews mit Klimaschützern häufig versuchen, die Gegenposition einzunehmen, sagte Neubauer. “Die Wirklichkeit da draußen immer wieder zur Verhandlung zu stellen ist so ähnlich, als würde man sich als Medienvertreter nicht darauf einigen können, dass wir demokratische Werte verteidigen oder Menschenrechte anerkennen”, sagte sie. “Das Wirkliche und Wahre wird Aktivistinnen und Aktivisten als radikale Einzelmeinung ausgelegt.”

Das Medienversagen in der Berichterstattung zu dem Thema sei “überhaupt nicht kleinzureden”, betonte Neubauer. “Lange hat man überhaupt nicht übers Klima gesprochen. Und auch jetzt sucht man nach jeder Gelegenheit, um den eigentlichen Problemen aus dem Weg zu gehen.”

Dabei sei es nicht Aktivismus, sondern vielmehr “mediale Sorgfaltspflicht und Aufgabe”, über “die größte und gefährlichste Krise” zu sprechen, so die Umweltschützerin.


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