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Norwegischer Staatsfonds fordert klimafreundliches Wirtschaften

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Firmen sollen Klimaneutralität bis 2050 anstreben

Oslo (AFP) – Der norwegische Staatsfonds – seines Zeichens der größte Pensionsfonds der Welt – fordert von den Unternehmen, an denen er Anteile hält, bis 2050 klimaneutral zu wirtschaften. “Wir setzen ein Ziel von Netto-Null-Emissionen bis spätestens 2050 für alle Unternehmen”, sagte Vorstandsmitglied Carine Smith Ihenacho am Dienstag. Der fast 1,2 Billionen Euro schwere Fonds hat in mehr als 9000 Unternehmen in 70 Ländern investiert.

Bislang haben sich zehn Prozent von ihnen zum Ziel gesetzt, in absehbarer Zeit klimaneutral zu werden. Der Pensionsfonds will nun alle dazu bewegen, Klimapläne auszuarbeiten. Dafür will er mit ihnen in Dialog treten, sein Stimmrecht bei Hauptversammlungen ausüben und sich “als letzten Ausweg” aus hrem Kapital zurückziehen, wie Ihenacho sagte.

Der Fonds unterliegt ethischen Regeln, die ihm insbesondere verbieten, in sehr klimaschädliche Unternehmen und in Kohle zu investieren. Darüber hinaus kann er auch auf eigene Initiative Unternehmen aus rein finanziellen Gründen ausschließen. “Nachhaltigkeit ist eine Voraussetzung für gute Renditen in der Zukunft”, betonte der oberste Aufseher des Fonds und stellvertretender Chef der norwegischen Zentralbank, Öystein Börsum.

In der Vergangenheit hatte sich der Staatsfonds bislang in vier Fällen aus Investitionen zurückgezogen, weil er die Treibhausgasemissionen der jeweiligen Unternehmen für zu hoch befand. Der Fonds hält Aktien in Höhe von 1,3 Prozent der weltweiten Marktkapitalisierung und hat außerdem in Anleihen, Immobilien und nicht börsennotierte Projekte im Bereich erneuerbare Energien investiert.


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