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Notfallzulassungen für „Bienen-Killer“

Eric Ward auf Unsplash

Laut EU-Behörde alternativlos / Auch in Deutschland Neonikotinoide begrenzt im Einsatz

Brüssel (AFP) – Die Notfallzulassungen für bienenschädliche Pestizide in Deutschland und zehn weiteren europäischen Ländern sind nach Einschätzung der zuständigen EU-Behörde „gerechtfertigt“. Es gebe dazu keine Alternative im Zuckerrübenanbau, erklärte die Europäische Lebensmittelbehörde (Efsa) am Donnerstag im italienischen Parma. In Nordrhein-Westfalen und weiteren Bundesländern sind sogenannte Neonikotinoide begrenzt wieder zugelassen.

Die EU hatte drei dieser Mittel 2018 verboten. Grund sind die negativen Auswirkungen auf Bienen und Hummeln, die Imker besorgen: Neonikotinoide schwächen ihr Immunsystem und beeinträchtigen die Fortpflanzung. Die in der Landwirtschaft weit verbreiteten Pestizide werden unter anderem gegen Blattläuse eingesetzt.

Weil Zuckerrüben-Produzenten unter anderem in NRW, Niedersachsen und Rheinland-Pfalz über starken Schädlingsbefall und Ernteausfälle klagten, genehmigte das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit eine Reihe von Sonderzulassungen für betroffene Gebiete, welche die EU-Behörde nun guthieß. Die EU-Kommission hatte die Prüfer um eine Einschätzung gebeten.

Neben Deutschland haben auch Frankreich, Belgien, Dänemark, Spanien und weitere EU-Länder Notfallzulassungen für die Mittel erteilt. Nach Angaben von Umweltschützern sind die Bienenbestände unter anderem durch Pestizide in den vergangenen Jahren eingebrochen.


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