Bildung Nachrichten

Heil befürchtet “Corona-Jahrgang in der Ausbildung”

Elektrotechnik in der Ausbildung (Jeswin Thomas auf Unsplash)

Arbeitsminister: Betriebe sollen Ausbildungsprämie stärker nutzen

Berlin (AFP) – Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) fürchtet einen Corona-Knick auf dem Ausbildungsmarkt. “Die Zahl der Ausbildungsplätze wie der Bewerber ist bereits im vergangenen Jahr zurückgegangen. Die Bewährungsprobe kommt in diesem Sommer”, sagte Heil den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Dienstagausgaben). “Wir kämpfen derzeit gegen die Uhr, da am 1. September das Ausbildungsjahr beginnt. Klar ist: Wir dürfen keinen Corona-Jahrgang in der Ausbildung zulassen.”

Viele Unternehmen zögerten derzeit, weil sie glaubten, sich Auszubildende aufgrund der wirtschaftlichen Schädigung nicht leisten zu können, sagte der Minister. Er rief Betriebe auf, die staatliche Unterstützungsangebote wie die Ausbildungsprämie stärker zu nutzen.

Laut Heil wurde die Prämie seit vergangenen Sommer für knapp 40.000 Ausbildungsplätze bewilligt. Im März wurde die Prämie zudem verdoppelt. Pandemiebetroffene Betrieben, die ihre Ausbildungsquote halten, bekommen somit seit Anfang Juni 4000 Euro pro Lehrstelle, bei neuen Azubi-Stellen sind es 6000 Euro. Das Programm hat laut Bundesarbeitsministerium ein Gesamtvolumen von 410 Millionen Euro für das laufende Jahr. Bis Mitte Juni wurden davon rund 88 Millionen Euro und somit knapp ein Fünftel ausbezahlt.


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