Bauwirtschaft Immobilienwirtschaft Klimaschutz Nachrichten

Klimafreundliche Gebäudesanierung: Förderung völlig unzureichend

Hochhausanlage in Bremerhaven (Waldemar Brandt auf Unsplash)

Untersuchung sieht jährliche Lücke von bis zu 14 Milliarden Euro

Berlin (AFP) – Zum Erreichen der klimapolitischen Ziele im Gebäudesektor müssen laut einer Studie die Fördermaßnahmen des Bundes massiv aufgestockt werden. Im Bereich der Mietwohnungen seien zusätzliche Mittel von jährlich zwischen 6,1 und 14 Milliarden Euro notwendig, heißt es in einer Studie des Regensburger Professors Sven Bienert, über welche die Zeitungen der Funke Mediengruppe in ihren Montagsausgaben berichten.

Die Klimaziele im Gebäudesektor sehen vor, die Kohlendioxidemissionen bis 2030 auf unter 72 Tonnen und bis 2050 auf mindestens unter 42 Tonnen zu reduzieren. Um diese Ziele ohne erhöhte Belastung der Mieter zu erreichen, seien weitere Investitionen sowie auch ordnungspolitische Maßnahmen notwendig, schreibt Bienert, der an der Universität Regensburg das Kompetenzzentrum für Nachhaltigkeit in der Immobilienwirtschaft leitet.

Der Experte plädiert laut den Funke-Blättern für energetische Mindeststandards wie es sie bereits in Großbritannien und Frankreich gibt.

Dabei sei eine Bestrafung von Eigentümern bei Unterschreitung dieser Mindeststandards denkbar, etwa in der Form von Vermietungsverboten. Allerdings seien zugleich großzügige Übergangsfristen und Zuschüsse für die energetischen Sanierungen notwendig.

Im Rahmen des Konjunkturprogramms zur Bewältigung der Corona-Krise hatte die große Koalition am Mittwoch beschlossen, die Förderung der klimafreundlichen Gebäudesanierung um eine Milliarde Euro zu erhöhen.


Werden Sie Teil der CSR NEWS-Community, gestalten Sie den Nachhaltigkeitsdialog mit, vermitteln Sie Impulse in unsere Gesellschaft und lesen Sie uns auch als eBook (PDF/ePUB). > Weitere Infos

Hinterlassen Sie einen Kommentar